ERNST – Technologieentwicklung für den »New Space«

ERNST – Technologieentwicklung für den »New Space«

© Fraunhofer EMI
ERNST-Qualifikationsmodell (ohne Außenplatten und Kabel).
© Frauhofer EMI
Kryogekühlte Infrarothauptnutzlast des Nanosatelliten ERNST.

Die Raumfahrtbranche erfährt aktuell einen Umbruch, der von ihren Protagonisten als »New Space« propagiert wird. Dieser beinhaltet, getrieben von beträchtlichen privaten Investitionen, den Aufbau von großen Konstellationen kleiner, seriengefertigter Satelliten. Mit dem Nanosatelliten ERNST entwickelt das Fraunhofer EMI eine eigene modulare Plattform, um die Leistungsfähigkeit dieser Satellitenklasse zu demonstrieren und ebenfalls die Dynamik des Kleinsatellitenmarkts zu nutzen. Dabei sehen wir die Entwicklung von Nanosatelliten nicht in Konkurrenz, sondern komplementär zu den etablierten Hochleistungssatelliten, deren Wertschöpfung durch kostengünstige und reaktionsschnelle Nanosatellitenmissionen ausgeweitet und verstärkt werden kann.

Im nur 236 mal 236 mal 340 Kubikmillimeter großen und 20 Kilogramm schweren ERNST bringen wir einen kryogekühlten Infrarotdetektor zur Beobachtung von Raketenstarts, eine Kamera zur Erdbeobachtung im sichtbaren Bereich und einen vom Fraunhofer INT entwickelten Strahlungsdetektor unter. Derzeit integrieren und testen wir das ERNST-Qualifikationsmodell und entwickeln Software, 3D-gedruckte Strukturen und ein De-Orbit-Bremssegel. Der Start ist für 2021 geplant.