Kommunenwettbewerb Zukunftsstadt – Freiburg ist mit dem Fraunhofer EMI als Forschungspartner dabei!

Freiburg ist im Wettbewerb Zukunftsstadt.

© Fraunhofer EMI

Der Freiburger Nachhaltigkeitskompass ist eine Webanwendung zur Steuerung von Vorhaben, ausgerichtet an den Freiburger Nachhaltigkeitszielen. Hier ein Screenshot der Visualisierung des Vorhabens der Erhöhung des Angebots regionaler Produkte. Varianten sind dabei, die vorhandenen Wochenmärkte zu stärken, neue Online-Regionalplattformen sowie neue Verkaufsstellen für regionale Produkte zur Direktvermarktung zu schaffen.

© Fraunhofer EMI

Das Angebot regionaler Produkte auf dem Münstermarkt in Freiburg.

Der Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, dient der Entwicklung nachhaltiger Strategien für zukunftsfähige Städte. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie soll die Stadt von morgen aussehen? In diesem dreiphasigen Wettbewerb wird in transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Bürgerinnen und Bürgern und Kommune experimentell gearbeitet.

168 Städte hatten sich beworben und in der ersten Phase ihre Vision einer Stadt im Jahr 2030 entwickelt, 20 kamen weiter in die zweite Phase, in der es darum ging, die Vision schrittweise in ein Umsetzungskonzept zu gießen. Freiburg hat darin ein Konzept für ein nachhaltiges Ernährungssystem Freiburg 2030 entwickelt. 
 

Der Forschungsbeitrag des Fraunhofer EMI

Der Beitrag des Fraunhofer EMI ist dabei die Weiterentwicklung des Software-Tools »Freiburger Nachhaltigkeitskompass«. Die webbasierte Anwendung dient der Steuerung von Vorhaben, die an den Freiburger Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet sind.

Am Beispielprojekt des regionalen Ernährungssystems wäre das zuerst das Festlegen eines Vorhabens, etwa die Erhöhung des Angebots regionaler Produkte. Varianten zur Zielerreichung sind die Stärkung der Wochenmärkte, das Schaffen einer neuen Plattform für den Verkauf regionaler Produkte und das Schaffen einer neuen Verkaufsstelle. Alle drei Varianten werden im Programm bewertet hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitswirkung, ihrer Handlungsnotwendigkeit und der dafür notwendigen Investitionen. Die Ergebnisse werden visuell und in unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Der Freiburger Nachhaltigkeitskompass ist eine interaktive Webanwendung mit intuitiver Benutzeroberfläche, über die Vorhaben gesteuert, verglichen und bewertet werden, um das Projektmanagement zu erleichtern.
 

Die zweite Hürde hat Freiburg genommen

Ziel der dritten Phase des Wettbewerbs ist der Praxistest der Konzepte, die in der zweiten Phase erarbeitet wurden. Dieser Test soll in sogenannten »urbanen Reallaboren« durchgeführt werden – zum Beispiel in Stadtteilen. Hier können Konzepte konkret angewendet und ausprobiert werden, möglichst so, dass die Ergebnisse der Tests auch auf andere Kommunen übertragbar sind. Dabei arbeiten Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaft, lokale Wirtschaft und Stadtverwaltung eng zusammen.
 

Konzept eines nachhaltigen Ernährungssystems

Freiburg setzte auf das Konzept eines nachhaltigen Ernährungssystems. Das Thema Ernährung ist nahe an alltäglichen, lebensweltlichen Erfahrungen und ermöglicht die Bezüge zu anderen Themenfeldern, indem das System betrachtet wird mit den Komponenten »natürliche Ressourcen«, »Wirtschaft und Technik« sowie »Gesellschaft und Kultur«.

Im Sommer 2019 in die Praxis

Ab Juli 2019 soll das entwickelte Planungskonzept gemeinsam mit den beteiligten Akteuren umgesetzt werden. Die ressortübergreifenden sowie transdisziplinären Lösungsansätze werden an unterschiedlichen Standorten in den vier Realexperimenten erprobt und perspektivisch auf weitere Bereiche in Freiburg anwendbar sein.

Die Bewerbung um die finanzielle Förderung des BMBF lief bis Ende August 2018. Leider wurde Freiburg  im Rahmen der Fördermaßnahme »Wettbewerb Zukunftsstadt 3. Phase« nicht berücksichtigt.

 

Kooperationspartner

Das Zukunftsstadt-Team setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Fraunhofer-Gesellschaft, vertreten durch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und das Fraunhofer Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, und der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg.


Weitere Informationen unter

https://www.bmbf.de/de/wettbewerb-zukunftsstadt-zwanzig-kommunen-ausgewaehlt-3123.html

https://zukunftsstadt.freiburg.de/freiburg/de/home

Das Projekt ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.