Bewertungsbericht zur Umsetzung der Deutschen Resilienzstrategie
Deutschland steht an einem Wendepunkt: Wie widerstandsfähig ist das Land gegenüber den Krisen der Zukunft? Eine Bewertung der bisherigen Umsetzung durch die Nationale Plattform Resilienz legt offen, wo Deutschland stärker geworden ist und wo Lücken bleiben. Die Analyse, an der auch Experten des Fraunhofer EMI beteiligt waren, zeigt: Resilienz braucht mehr als gute Vorsätze. Sie verlangt strukturelle Stärke, klare Prioritäten und entschlossenes Handelneiten.
Berlin, 11. Dezember 2025 – Wie resilient ist Deutschland? Das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI hat als Mitglied der »Nationalen Plattform zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen« die Umsetzung der Deutschen Resilienzstrategie (2022 – 2025) analysiert und bewertet. Am 11. Dezember überreichte eine Delegation des Umsetzungsbeirates den Bericht dem Parlamentarischen Staatssekretär Christoph de Vries vom Bundesministerium des Innern (kurz: BMI),
Drei Jahre nach Veröffentlichung der Deutschen Resilienzstrategie bewertet die Nationale Plattform Resilienz in dem Bericht die bisherigen Fortschritte, bestehende Defizite sowie zentrale Handlungsbedarfe. Die Analyse orientiert sich an den fünf Handlungsfeldern der Strategie und bezieht zudem Aspekte der Steuerung, Finanzierung und Fortschrittsmessung ein. Die Nationale Plattform erkennt dabei wesentliche Fortschritte an, zeigt aber zugleich, in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht.
Eine zentrale Aussage des Berichts ist, dass die Fähigkeit Deutschlands, auf Krisen vorbereitet zu sein, in der Krise gut zu reagieren und sich von Krisen zu erholen, strukturell, gesellschaftlich und institutionell gestärkt werden muss. Beteiligt an der Bewertung waren unter anderem die EMI-Resilienz-Experten Daniel Hiller, Malte von Ramin und Alexander Stolz.
Die Nationale Plattform Resilienz bekräftigte ihre Bereitschaft, die Bundesregierung weiterhin fachlich bei der geplanten Fortschreibung der Resilienzstrategie zu unterstützen und Resilienz als strategisches Querschnittsthema dauerhaft zu verankern.
Bericht: KatRiMa - Homepage - Neuer Bericht der Nationalen Plattform Resilienz veröffentlicht