Geschäftsfeld Sicherheit

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI

Gebäude unter Explosionseinwirkung

Bei der derzeitigen terroristischen Bedrohung können Explosionseinwirkungen auf Bauwerke nicht ausgeschlossen werden. In zunehmendem Maße ist dies bereits bei der Planung,
insbesondere bei Hochhäusern, zu berücksichtigen. In der DIN 1055 Teil 9 sind außergewöhnliche Einwirkungen nur informativ geregelt. Bemessungsvorschläge sind
nicht eingearbeitet.

Neben der Bewertung mit Hilfe von Zerstörungskennlinien bietet die numerische Simulation ein häufig eingesetztes Werkzeug, um Gebäude gegen Explosionseinwirkung auszulegen. Die lntensität und Art der Einwirkung ist wesentlich vom Abstand des Explosionsorts zur Struktur abhängig. Man unterscheidet Detonationen in Nahbereich (Kontakt- und Nahdetonation) und im Fernbereich (Blast-Belastung). Detonationen im
Nahbereich führen zu lokalen Schäden, die allerdings, wenn sie das tragende Gerüst treffen, einen progressiven Kollaps zur Folge haben können. Bei Detonationen im Fernfeld trifft die Druckwelle nahezu gleichförmig verteilt auf Wände, Stützen, etc. auf und verursacht dort
eine Strukturantwort (Biegung). mehr Info

Vergleich einer Betonplatte nach einer Kontaktdetonation (Landmann 2000) mit der simulierten Schädigung. Animation für große Darstellung klicken
Druckwellenausbreitung bei einer durch eine Nahdetonation belasteten Stahl-Beton-Verbundstütze. Animation