Prof. Dr. Klaus Thoma

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI

Vita von Prof. Dr. Klaus Thoma

Professor Klaus Thoma leitet seit 1996 das Fraunhofer-Institut für Kurzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI in Freiburg.

Als Vorsitzender des Fraunhofer-Verbunds Verteidigungs- und  Sicherheitsforschung ist er Mitglied (ständiger Gast) des Fraunhofer-Präsidiums und Mitglied des Forschungs- & Technologiebeirats des Bundesministeriums der Verteidigung. Gegenwärtig hat er außerdem den Vorsitz des wissenschaftlichen Beirats zur Sicherheitsforschung beim Bundesministerium für Bildung und Forschung inne. 2010 wurde Professor Thoma als Mitglied in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) berufen. Für seinen Beitrag zum Aufbau der Sicherheitsforschung in Deutschland wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Klaus Thoma studierte Physik an der Technischen Universität München, seine Diplomarbeit im Bereich der Festkörperphysik führte er am Mössbauer-Institut in Garching durch. Er promovierte am Fachbereich Maschinenwesen der TU München auf dem Gebiet der Thermodynamik.

Während seiner Industrietätigkeit bei Messerschmitt-Bölkow-Blohm, anfangs als Gruppenleiter Systemanalyse, dann als Leiter einer Physikabteilung, war er an der Entwicklung von Flugkörpersystemen der Wehrtechnik und der Luft- und Raumfahrt beteiligt. Die Simulation von Impakt- und Crashvorgängen waren zentrale Themen während seiner anschließenden Tätigkeit als Geschäftsführer und Mitinhaber einer Software-Firma.

1995 erhielt er einen Ruf an die Universität der Bundeswehr in München im Fachbereich Maschinenbau. 1999 berief ihn die Universität der Bundeswehr als Honorarprofessor für das Fachgebiet „Kurzzeitdynamik“ an die Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen.

Professor Thoma ist Mitglied in Redaktionsbeiräten mehrerer Fachzeitschriften. In Gremien und Verbänden ist er z.T. auch in Vorstandspositionen engagiert. Als Gutachter und Berater ist er u. A. für die EU, Ministerien und die DFG tätig. In Anerkennung seines Engagements für den Erhalt des wissenschaftlichen Nachlasses des Physikers Ernst Mach wurde ihm die Oskar-von-Miller-Medaille des Deutschen Museums verliehen.

Seine Forschungsaktivitäten in der Kurzzeitdynamik am Ernst-Mach-Institut befassen sich mit Crash- und Impaktvorgängen (vom Automobilcrash bis zum Meteoritenimpakt) und den zugehörigen Messtechniken und numerischen Simulationsmethoden. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Analyse des Werkstoffverhaltens unter den entsprechenden dynamischen Lasten.